Startseite Sitemap

Seitenvorlagen

 

Lernziele

In diesem Kapitel lernen Sie:

Einleitung

Jede Seite, welche in CONTEX generiert wird, basiert auf einer Seitenvorlage. Wenn Sie Ihnen das Konzept von z.B. MasterTemplates in Microsoft Powerpoint ein Begriff ist, werden Sie sehr schnell erkennen, welche Vorteile es hat, Seitenvorlagen zu verwenden. Trotzdem sind hier noch einmal die gewichtigsten Vorteile Aufgelistet:

  • Webseiten welche auf der gleichen Seitenvorlage basieren sehen gezwungenermassen immer gleiche aus.
  • Seitenvorlagen trennen den Inhalt (meistens Texte) von dem Design und dem ganzen "drumherum" (Scripts Navigatioon, Logos etc), sodas eine neue Seite sehr schnell erstellt werden kann.
  • Wenn Seitenvorlagen angepasst werden, werden diese Änderungen immer gleich an allen Seiten "sichtbar". Stellen Sie sich vor, Sie haben 100 herkömmliche Seiten erstellt, und merken nun, das Sie Ihr Firmenname, welcher auf allen Seiten existiert, Fett geschrieben werden soll. Bei herkömmlichen Systemen müssen Sie nun 100 Seiten überarbeiten, bei CONTEX nur die eine Seitenvorlage.
  • Seitenvorlagen können komplett getauscht werden. So ist es möglich, das Ihr Internet Auftritt quasi "über Nacht" ein ganz anderes Design erhält.

In der Regel enthält die Seitenvorlage alle wichtigen Einstellungen, welche das Layout (Positionen von Bildern und Texten) und die Darstellung (Schriftarten, Farben, etc.) betrifft. Trotzdem kann es sinnvoll sein, Grafiken oder Texte (z.B. das Firmenlogo oder die Adresse) direkt auf der Seitenvorlage anzubringen, wenn diese auf jeder Seite eines Internet-Auftrittes erscheinen sollen.

Seitenvorlagen können nur von Administrator Benutzern verwaltet werden.

Hinweis : Je nach Lizenz ist die Anzahl an Seitenvorlagen beschränkt. Diese können Sie im Info-Fenster oder auf der Web-Auftritt Vorschauseite prüfen.

Die Seitenvorlage im HTML Format

In der Regel werden alle Seitenvorlagen in HTML (Hypertext Markup Language) erstellt. Für die Erstellung können handelsübliche HTML-Editor wie z.B. Macromedia® Dreamweaver® oder Microsoft® FrontPage® verwendet werden. Es ist aber auch möglich, andere Formate wie z.B. ASP (Active Server Page) oder andere, textbasierte Formate zu verwenden. CONTEX wird automatisch aus einer Seite, welche auf einer ASP-Vorlage basiert, auch eine ASP Seite generieren.

Hinweis: Seitenvorlagen sind das A und O Ihres Internet-Auftrittes und müssen professionell gestalltet werden. Hier wir in der Regel ein Grafiker miteinbezogen, der das Layout, die Farbabstimmung etc. für Sie abstimmen kann. Die meisen Web-Agenturen haben mittlerweile Grafiker angestellt, welche in den Designprozess eingebunden sind. Object dynamiX AG erstellen Ihnen auch individuelle Seitenvorlagen für Ihren Webauftritt. Kontaktieren Sie uns.

 

Vorgehen bei der Erstellung von Seitenvorlagen

Um zu sehen, wie die HTML Seite schliesslich aussehen soll, empfiehlt es sich, die Vorlage erst mit Beispieltexten und Bildern zu versehen und erst, wenn man die Seite vor sich hat, die vom Layout, den Farben, Schriften und den Textpositionen her den Wünschen entspricht, sollte man daran gehen, die Beispieldaten durch Textmarken zu ersetzen.

Tipp: Werden auf einer Seitenvorlage Grafiken oder andere Ressourcendateien verwendet, sollten die entsprechenden Dateinamen mit der Seitenvorlage assoziiert werden können. Heisst eine Seitenvorlage «Standard», so ist es sinnvoll alle verwendeten Grafiken mit z.B. «Std_Logo.jpg» oder mit «Std_Banner.gif» zu benennen.
Dies ist deshalb nützlich, da unter Umständen auf anderen Seitenvorlagen Grafiken mit gleichem Namen, jedoch unterschiedlichen Inhalten verwendet werden könnten und diese beim Generierungsvorgang überschrieben werden könnten.

 

Textmarken §§

Textmarken (oder einfach nur Marken) sind Platzhalter in der Seitenvorlage, welche bei der Bearbeitung von Seiten in CONTEX mit Inhalten (Bilder, Texte) versehen werden können. Eine Textmarke ist also ein Platzhalter für den Inhalt, der später die Seite füllen wird. Eine Textmarke beginnt immer mit einer Einleitungssequenz dazwischen die Bezeichnung (Name der Marke) und am Schluss die Endsequenz. Standard ist für beide Markenbegrenzungen ist «§§».
Beispiel: §§Seitentitel§§

Hinweis: Wenn bereits Seiten existieren, welche Inhalte mit den Marken verknüpft haben, und Sie diese Marken aus der Seitenvorlage entfernen oder umbenennen, werden die Inhalte nach "Nicht zugewiesene Inhalte" verschoben.

Bei der Wahl eines Namens für die Marke (im Beispiel «Seitentitel») sollte darauf geachtet werden, dass lediglich Buchstaben und Zahlen verwendet werden, da Sonderzeichen evtl. zu Fehlern führen könnten.

Tipp: Werden die Textmarken nummeriert, so werden sie in der gewünschten Reihenfolge in der Baumstruktur des Hauptfensters von CONTEX angezeigt. Dies kann die Erfassung von Inhalten, vor allem beim Einsatz von mehreren Textmarken stark vereinfachen.

Anmerkung: Sollten die Textmarkenbegrenzungen («§§») aus irgendwelchen Gründen nicht verwendbar sein, so können diese über Eigenschaften des Web auf dem Register «Generator» geändert werden.

Administrator Textmarken

Sie können auch Textmarken erstellen, welche nur für den Administrator sichtbar sind und somit nur Administratoren Inhalte an diese Marken zuweisen können. Diese Textmarken müssen mit "adm@" beginen

Beispiel: §§adm@AdminTextmarke§§

 

 

Systemvariablen

Systemvariablen haben verschiedene Funktionen, sind aber ähnlich zu handhaben wie die normalen Textmarken und werden zur Zeit des Generierungslaufes einer Seite mit Werten ersetzt. Systemvariablen besitzen jedoch eigene Begrenzungssequenzen (Standard ist «££»).
Wir unterscheiden drei Arten von Systemvariablen :

Generatorfunktionen:

Darunter fallen alle fixen Variabeln die CONTEX zur Verfügung stellt und vom CONTEX Generator zur Generierungszeit ersetzt werden:

Username

Setzt den Namen des Benutzers ein, der die letzte Änderung an einem der Inhalte der entsprechenden Seite vorgenommen hat.

GenDate

Datum der Generierung.

LastChange

Datum des zuletzt geänderten Inhaltes der entsprechenden Seite.

PageTitle Der Titel der Seite.

Beispiel:

Diese Seite wurde am £ £GenDate££ durch £ £Username£ £ aktualisiert
Ergebnis:
Diese Seite wurde am 11.11.2001 durch H. Meier aktualisiert

Quicklinx:

Dies sind grundsätzlich Textmarken, welche aufgrund Ihres Namens automatisch mit Inhalten oder Inhaltsgruppen ersetzt werden. Damit die Quicklinx aber auch wirklich funktionieren, müssen entsprechende Inhalte oder Inhaltsgruppen auch tatsächlich existieren. Wenn für die Quicklinx Marke kein Inhalt gefunden wird, generiert CONTEX an dieser Stelle im Vorschau-Modus (nicht aber bei produktiven Generieren) eine Warnung.

Ein kleines Beispiel soll die Anwendung von Quicklinx verdeutlichen:

Es soll erreicht werden, dass auf jeder Seite ein Mail-Link zum Webmaster generiert wird. Auf der Vorlage wird nun an der gewünschten Stelle die Systemvariable «£ £Webmaster£ £» eingetragen.

In CONTEX muss nun ein Inhalt existieren, der die Bezeichnung «£ £Webmaster£ £» trägt. Ist dem so, wird dieser Inhalt, welcher natürlich ein Text oder ein Bild mit oder ohne Link sein kann, an entsprechender Stelle der Systemvariable eingesetzt. Existiert anstelle eines einzelnen Inhaltes eine Inhaltsgruppe mit demselben Namen, so wird die gesamte Inhaltsgruppe an der Stelle der Systemvariable eingesetzt.

Tipp: Eine übermässig grosse Anzahl von Quicklinx auf einer Seitenvorlage kann unter Umständen zu einer schlechteren Performance bei der Generierung einer Seite führen, da die entsprechenden Inhalte oder Inhaltsgruppen in der Datei nach ihrer Bezeichnung gesucht werden müssen. Es ist daher ratsam, Quicklinx nur da einzusetzen wo nötig und vor allem darauf zu achten, dass keine Quicklinx ohne entsprechende Inhalte oder Inhaltsgruppen existieren.

Sprachverweise

Wenn ein Internet-Auftritt mehrsprachig sein soll, so muss dem Leser auch die Möglichkeit geboten werden, auf jeder aktuell angezeigten Seite oder zumindest auf der Startseite die Sprache auszuwählen. Da die Mehrsprachigkeit eines Internet-Auftrittes in CONTEX integriert ist, ist es einfach, die entsprechende Seite in einer anderen Sprache anzeigen zu lassen.

Beispiel: In einem Internet-Auftritt sollen drei Sprachen unterstützt werden: Deutsch, als Standardsprache, Englisch und Französisch.

Wenn auf der Seitenvorlage nun an der gewünschten Position die Systemvariable «£ £LangLinks£ £» eingegeben wird, so werden im Endeffekt auf der deutschen Seite die Verweise auf «Englisch» und «Französisch», auf der englischen Seite die Verweise auf «Deutsch» und «Französisch» etc. generiert.

Anmerkung : Es sollte darauf geachtet werden, dass die Sprachverweise möglichst auf jeder Seite zur Verfügung stehen, da Leser oftmals über Suchmaschinen auf eine Ihrer Seiten gelangen und sie die gefundene Seite dann doch lieber in ihrer bevorzugten Sprache lesen möchten.

Wenn Sie in CONTEX einen neuen Internet-Auftritt erstellen, wird automatisch die "Standard-Vorlage" Seitenvorlage installiert, welche Ihnen zeigt, wie eine einfache Seitenvorlage aufgebaut werden könnte. Weitere Seitenvorlagen finden Sie hier.

 

Seitenvorlagen in CONTEX integrieren

Ist eine Seitenvorlage einmal erstellt, so muss diese in CONTEX eingetragen werden damit Seiten auf Basis dieser Vorlage erstellt werden können.

Wichtig: Pro Internet-Auftritt werden die Seitenvorlagen in einem speziellen Verzeichnis auf der Festplatte verwaltet. Standard für dieses Verzeichnis ist «Templates» unterhalb des Verzeichnisses, wo sich die CONTEX-Datei (*.cts) befindet. In den Eigenschaften für das Web kann der Name dieses Verzeichnis jedoch geändert werden.

Als erstes muss nun die neue Seitenvorlagen-Datei und alle in ihr enthaltenen Dateien (CSS, Bilddateien, etc.) in das Templates Verzeichnis kopiert werden (siehe Abschnitt oben), damit die Vorlage in CONTEX zur Verfügung steht. Anschliessend wird die Seitenvorlagen-Manager über das Menü «Bearbeiten» und «Seitenvorlagen» ausgewählt. In diesem Verwaltungsfenster sind alle Seitenvorlagen des aktuellen Internet-Auftrittes aufgelistet.

Um nun die neue Seitenvorlage aufzunehmen müssen Sie in der Symbolleiste des Fensters die Funktion «Hinzufügen» anklicken. Darauf hin wird ein Dialogfeld für die neue Seitenvorlage angezeigt.

Wird hinter dem Feld «Dateiname» auf die Lupe geklickt, so erscheint eine Auswahl der Vorlagen in dem festgelegten Verzeichnis.

Hinweis: Wenn Sie noch keine Vorlagendatei erstellt haben, können Sie auf «Neue Vorlagendatei erstellen» klicken; CONTEX erstellt dann automatisch eine neue Date für Sie. 

Wird eine der Seitenvorlagen ausgewählt, wird der Dateiname in das Feld des Dialogfeldes übernommen und kann nach Eingabe einer entsprechenden Bezeichnung gespeichert werden.

Die Vorlage wird nun automatisch analysiert, alle Textmarken geprüft und für die nachträgliche Erfassung von Inhalten vorbereitet. In der Statuszeile der Seitenvorlagenverwaltung werden die Anzahl der gefunden Textmarken angezeigt. Es empfiehlt sich, vor der Anwendung der Seitenvorlage die Anzahl Marken zu überprüfen, um eventuelle Probleme in der Vorlage vor der Erfassung auszuschliessen.

Tipp: In den Contex Optionen (unter Extras) kann ein HTML-Editor-Programm definiert werden, welches zur Bearbeitung von Seitenvorlagen verwendet werden soll. Falls dieses Programm richtig definiert ist, so kann in der Symbolleiste die Funktion «Seite bearbeiten» gewählt werden, um die Seitenvorlage direkt vom Vorlagen-Manager aus zu bearbeiten.

 

Seitenvorlagen verwenden

Ist eine Seitenvorlage erfolgreich beim Vorlagen-Manager hinzugefügt worden, steht sie sofort zur Verfügung, um neue Seiten damit zu erzeugen.
Wenn sich auf einer Seitenvorlage z.B. drei Textmarken (Fusszeile Inhalt und Titel) befinden, so werden nach der Erstellung einer neuen Seite mit dieser Vorlage diese drei Textmarken in der Baumstruktur des Hauptfensters von CONTEX unter der Seite angezeigt. Es können nun Inhalte direkt über das Kontext-Menü der Textmarke hinzugefügt werden.

Anmerkung: Es können sowohl einzelne Inhalte wie auch Inhaltsgruppen oder mehrere einzelne Inhalte an eine Textmarke gebunden werden. Die Reihenfolge der Inhalte kann über den Menüpunkt "Inhalte ordnen" des KONTEXT-Menüs verändert werden.
Ein Inhalt oder eine Inhaltsgruppe kann mit mehrere Marken verküpft werden. So muss ein Inhalt nur einmal gepflegt werden und kann trotzdem auf x Seiten dargestellt werden.

 

Verändern von bestehenden Seitenvorlagen

Wird eine Seitenvorlage noch in keiner Seite des Internet-Auftrittes verwendet, kann sie nach Belieben verändert und umgestaltet werden. Vorsicht ist jedoch geboten, sobald Seiten mit Inhalten bestückt worden sind. Hier gilt es folgende Hinweise zu beachten:

Änderungen am Layout

Reine optische Anpassungen an einer Seitenvorlage durch einen HTML-Editor sind in der Regel kein Problem. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Inhalte, welche bereits bestehen nicht zu einer Verunstaltung der Seite führen.

Hinzufügen von neuen Textmarken

Das Hinzufügen einer oder mehreren neuen Textmarken in eine Seitenvorlage stellt in der Regel kein Problem dar. Um aber neue Textmarken zu aktivieren, muss nach dem Speichern der HTML-Vorlage in der Seitenvorlagenverwaltung die Funktion «Marken einlesen» durchgeführt werden. Darauf hin werden alle neuen Marken hinzugefügt.

Löschen bzw. umbenennen von Textmarken

Das Löschen von Textmarken durch «Marken einlesen» ist auch Möglich, wenn den Marken noch Inhalte zugeordnet sind. In diesem Fall werden die zugeordneten Inhalte an in die Standard Inhaltsgruppe "Nicht zugewiesene Inhalte" verschoben. Bei grossen Web-Auftritten kann es viel Arbeit bedeuten, die nicht mehr zugewiesenen Inhalte wieder zuzuweisen, desshalb empfehlen wir folgendes vorgehen:

  • Erstellen Sie eine Kopie Ihrer Vorlagendatei.
  • Führen Sie nun die Änderung an den Marken der Kopie durch. 
  • Fügen Sie die Vorlagendatei im Vorlagen-Manager neu zu den Seitenvorlagen hinzu.
  • Markieren Sie die "alte" Vorlage im linken Bereich des Vorlagen-Managers; die Seiten welche auf diese Vorlage basieren werden unten Aufgelistet.
  • Markieren Sie alle Seiten und klicken Sie auf "Vorlage tauschen.."
  • Jetzt erscheint der Assistent zum Tauschen von Seitenvorlagen. Wählen Sie im 2. Schritt Ihre neu Vorlage (die gänderte Kopie).
  • Im 3. Schritt können Sie nun wählen, was mit den Inhalten geschehen soll, für die keine Marke mehr existiert und diese wahlweise in die Inhaltsgruppe "Nicht zugewiesene Inhalte" oder an eine frei definierbare Marke verschieben lassen.
  • Wenn der Assisten erfolgreich war, können Sie nun die Alte Vorlage (wenn Sie möchten) löschen.

Änderungen von Systemvariabeln

Da Systemvariabeln erst zum Zeitpunkt der Generierung einer Seite zum Tragen kommen, können diese ohne Probleme verändert werden. Kann der Generator die Systemvariable übersetzen, wird der entsprechende Inhalt eingefügt. Andernfalls werden die Systemvariabeln entfernt und kein Inhalt an der Stelle generiert.

Tipp: Inhalte, welche als Quicklinx verwendet werden, werden am besten in einer Inhaltsgruppe mit entsprechender Bezeichnung verwaltet um damit Verwechslungen mit anderen Inhalten vorzubeugen. Zudem können in den Eigenschaften dieser Inhalte die Option «Kein Editieren ab Vorschau» markiert werden um somit die direkte Bearbeitung dieser Inhalte auf der Seitenvorschau im Hauptfenster von CONTEX zu verunmöglichen.

[Nach Oben]